Zum Hauptinhalt springen

Vermögensteuer Die Linke: Aufkommens- und Verteilungswirkungen

Am 6. Februar wurde die von der Fraktion Die Linke im Bundestag, der Linken Fraktionsvorsitzendenkonferenz und der Rosa-Luxemburg-Stiftung beauftragte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

Die Studie untersucht, wie viel die Vermögensteuer wie sie von der Linken vorgeschlagen wird einbringen würde und welche Effekte damit zu erwarten wären. Das Ergebnis: Mindestens 100 Milliarden Euro könnten jedes Jahr dazu beitragen, die öffentlichen Ausgaben zu entlasten und gleichzeitig für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

Vorwort von Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktionsvorsitzendenkonferenz 2025

Vermögen entscheidet über Macht, Teilhabe und Zukunft – und in Deutschland ist diese Macht extrem ungleich verteilt. Besonders sichtbar wird das in Ostdeutschland: Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung verfügen ostdeutsche Haushalte im Durchschnitt über deutlich weniger Vermögen, viele Kommunen kämpfen mit Unterfinanzierung, schwacher Steuerbasis und hohem Investitionsstau. Historische Entscheidungen, wie die Treuhandprivatisierung, haben vielen Regionen in Ostdeutschland nachhaltige Einnahmeverluste und eingeschränkte wirtschaftliche Handlungsmacht beschert. Diese Ungleichheit betrifft die Lebensrealität der Menschen direkt. Während einige wenige immensen privaten Reichtum anhäufen, fehlen den Kommunen Mittel für Schulen, Infrastruktur und soziale Sicherheit, sodass die Kommunen bspw. ihre Krankenhäuser privatisieren mussten. Eigentum verschafft Gestaltungsmacht – wer keines besitzt, bleibt oft abhängig von den Entscheidungen anderer. Wir als Fraktionsvorsitzende der Linken sagen deutlich: So darf es nicht bleiben. Extreme Vermögenskonzentration bei wenigen gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die demokratische Kontrolle wirtschaftlicher Macht. Eine Vermögensteuer nach unserem Modell würde besonders ostdeutschen Haushalten und Kommunen neue Handlungsspielräume eröffnen, Investitionen ermöglichen und strukturelle Benachteiligungen abbauen. Die Studie des DIW liefert dafür eine solide empirische Grundlage. Sie zeigt, wie politische Entscheidungen Ungleichheiten schaffen – und wie gezielte Umverteilung, öffentliche Investitionen und gerechte Eigentumsverhältnisse gleiche Chancen und Lebensverhältnisse ermöglichen können. Eine demokratische Gesellschaft braucht nicht nur Ein- kommen, sondern auch Vermögen – für Sicherheit, Mitbestimmung und eine Zukunft, die alle mitgestalten können.  

Die Bundestagsfraktion hat die Ergebnissen der Studie hier aufbereitet und erklärt:

 https://vermoegensteuer.dielinkebt.de/

 

Zurück zum Kopf der Seite